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WIR STELLEN UNS VOR

Unser Verein „Deutsch-Ukrainischer Dialog e.V.“ wurde im März 2022 in der Friedensstadt Augsburg gegründet – aus der Überzeugung heraus, dass wir, Bürgerinnen und Bürger von Augsburg, dazu beitragen können, zwischen Deutschland und der Ukraine einen nachhaltigen, aufrichtigen und solidarischen Dialog zu intensivieren.
 

Durch die schreckliche Erfahrung des Russischen Krieges in der Ukraine angestoßen, wollen wir eine europäische Solidarität pflegen und stärken, miteinander reden und handeln, um die gelebte Demokratie in der europäischen Familie gemeinsam zu bauen.

Wir sehen den Zweck unseres Vereins in Förderung der deutsch-ukrainischen Zusammenarbeit, Entwicklung und Vertiefung der internationalen Beziehungen auf unterschiedlichen Ebenen, einschließlich kultureller, gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und sozialer Ebene.

Wir setzen uns ein für die Förderung und Stärkung der Grundsätze der Demokratie, des Rechtsstaats und der fundamentalen Menschenrechte im Sinne der europäischen Menschenrechtskonvention.

Wir bieten im Rahmen unserer Möglichkeiten Hilfe für politisch, rassisch oder religiös Verfolgte, für Flüchtlinge, Kriegsopfer - für Menschen mit Bezug zu der Ukraine.

Wer wir sind? Wir sind Menschen unterschiedlicher Nationalitäten, die in Augsburg und Umgebung wohnen. Wir sind Kulturschaffende, Wissenschater*innen, Programmierer*innen, Pädagoginnen, Sozialarbeiterinnen, Freiberufliche, etc. – Menschen, die Verantwortung für die Welt verspüren und die Welt humaner machen wollen.

Wir glauben, dass der Dialog ein Weg dafür ist. 

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Bei der Mitgliederversammlung im Mai 2025 wurde ein neuer Vorstand des Vereins Deutsch-Ukrainischer Dialog e. V.gewählt (von links nach rechts):

  • Kai Krause — Beisitzer

  • Alla Politaieva — 2. stellvertretende Vorsitzende

  • Tanja Hoggan-Kloubert — 1. Vorsitzende

  • Oksana Halian — Schriftführung

  • Olga Pöschl — 1. stellvertretende Vorsitzende:

  • Iryna Nikulina  — Beisitzerin

  • Nicole Luthardt — Kassenwärtin (war online dabei)

 

Integration durch Begegnung auf Augenhöhe

Die Arbeit des Begegnungszentrums erstreckt sich auf folgende Bereiche:

  • Bildung (Vermittlung von Sprachkursen, Kreativitätskurse, etc.)

  • Beratung (Beratung für Geflüchtete, aber auch für Multiplikatoren, die den Geflüchteten bei der Alltagsbewältigung zur Seite stehen)

  • Integration und interkultureller Dialog (Diskussions-,- Film-, Musikabende sowie deutsch-ukrainische Stammtische). Eine besondere Initiative stellt das Teilvorhaben „Geschichte der Flucht und Ankunft dar, in dem eine Ausstellung und eine Broschüre über die erzählten Geschichten der geflüchteten Menschen gesammelt und in pädagogischen Projekten reflektiert werden. 

  • psychologische und pädagogische Unterstützung (kreative Gruppenprojekte; Erzählcafé  „Wir sind alle Migrant/-innen“, Selbsthilfegruppen)

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Ein Begegnungsort als Konzept

Der russische Krieg gegen die Ukrainie trieb viele Millionen Menschen [mehr als 12,5 Millionen] aus der Ukraine in die Flucht.

Viele [rund 1 Million] Geflüchtete kamen nach Deutschland und so auch nach Augsburg.

 

Der Zustrom von Flüchtlingen hat sowohl die staatlichen Institutionen als auch die freiwilligen Flüchtlingshelfer vor große Herausforderungen gestellt.

 

Die deutsche Zivilgesellschaft ist durch eine komplexe Struktur von Behörden, Flüchtlingsorganisationen und Freiwilligenverbänden geprägt, deren Aktivitäten und Zusammenspiel für eine demokratische, humane und solidarische Gesellschaft unabdingbar sind.

 

Vom ersten Tag des Krieges an haben die Augsburger Ehrenamtlichen so zu sagen die Augsburger Antwort auf diesen Krieg mitgestaltet: es wurden Hilfsgüter gesammelt, die Ankunft der ersten Flüchtlinge vorbereitet und begleitet, Behörden kontaktiert und Unterstützungsstrukturen aufgebaut.

 

Die Stadt Augsburg hat dann im April 2022 einen „Info-Point“ am Königsplatz  eröffnet, in welchem die Geflüchteten erste Beratung und Unterstützung erhalten konnten. Der Info-Point wurde maßgeblich durch Augsburger freiwilligen Organisationen getragen, so vor allem vom Verein „Tür an Tür“ und von den Freiwilligen des Deutsch-Ukrainischen Dialogs e.V. 

 

Die Besonderheit dieser Initiative liegt vor allem auch darin, dass die Geflüchteten, die am „Info-Point“ erste Beratung und Unterstützung erhalten haben, sich selbst als Freiwillige organisieren wollen, um sich gesellschaftlich zu beteiligen und in ihrer „neuen“ Gesellschaft anzukommen. 

 

Der Info-Point wurde im Juli 2022 durch „Deutsch-Ukrainische-Begegnungszentrum“ ersetzt,  das vom Verein „Deutsch-Ukrainischer Dialog“ getragen wird. So soll die Integration der ukrainischen Geflüchteten durch deren Teilnahme an konkreten ehrenamtlichen Projekten und Initiativen gefördert werden.  

Begegnungszentrum und die Migration in Deutschland

Das ehrenamtliche Engagement im Kontext der Migration hat in Deutschland eine lange Tradition, aus der viel gelernt wurde und an die auch heute noch produktiv angeknüpft werden kann. Ein besonderer Impuls für ehrenamtliches Engagement, politische Bildung und zivilgesellschaftliches Handeln entwickelte sich im Zuge des sogenannten „Langen Sommers der Migration“ (Hess et al., 2016), der im Sommer 2015 stattfand.

 

Der Begriff beschreibt kontinuierliche Migrationsbewegungen von Hunderttausenden von Flüchtlingen in europäische Staaten und betont die neuen Dimensionen dieser Bewegungen. Nach dem „langen Sommer“ haben wir das, was wir als „Ukrainisches Jahr in Deutschland“ bezeichnen würden, – eine tragische Umbruchssituation, welche unter anderen auch dadurch charakterisiert ist, dass die Fragen des friedlichen und solidarisches Zusammenlebens in Europa, des Einsatzes für demokratische Werte und Prinzipien der Menschenwürde, die Fragen der Freiheit und der Menschenrechte einer profunden (Neu-)Diskussion bedürfen und von den Bürgerinnen und Bürger in Deutschland mit Nachdruck gestellt werden.

Literaturhinweise: Evers, T., Kay, R., Leneis, S., Löffler, A., & Menig, S. (2019). Evaluation der Arbeit mit Geflüchteten in der Erzdiözese München und Freising. Interner Ergebnisbericht. ZFM. Hess, S., Kasparek, B., Kron, S., Schwertl, M., & Noori, S. (2016). Der lange Sommer der Migration. Grenzregime III. Berlin. Karakayali, S., & Kleist, O. (2016). EFA-Studie 2: Strukturen und Motive der ehrenamtlichen Flüchtlingsarbeit in Deutschland. 2. Forschungsbericht: Ergebnisse einer explorativen Umfrage vom November/Dezember 2015. Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM), Humbold-Universität Berlin. Karakayali, S. (2018). Ehrenamtliches Engagement für Geflüchtet in Deutschland. Flucht: Forschung und Transfer. State-of-Research Papier 09. Institut für Migrationsforschung und interkulturelle Studien (IMIS), Bonn international Center for Conversion (BICC).

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